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Wanderruderfahrt Elbe-Havel-Dreieck
Geschrieben von: Administrator   

Eine Handvoll Ruderer vom Rathenower Ruder-Club Wiking nutzten das schöne Herbstwetter für eine Fünf-Tages-Tour "Elbe-Havel-Dreieck". Sie starteten am Samstag, den 1. Oktober, vom Rathenower Bootshaus mit einem Vierer havelaufwärts bis nach Plaue/Havel, zur ersten Zwischenstation. In den nächsten Tagen sollte es dann weitergehen über den Elbe-Havel-Kanal, den Pareyer Verbindungskanal, die Elbe und zurück über die Havel nach Rathenow. Weitere Zwischenstationen legten die Ruderer in Genthin, Tangermünde und Havelberg ein.

Bereits am zweiten Tag auf dem Weg von Plaue/Havel nach Genthin erfuhren sie, dass die Schleuse Parey gesperrt sei. Nachdem Gewissheit bestand, entschieden sich die Ruderer deshalb für eine Ausweichroute am dritten Tag über einen Nebenarm bei Derben, die ein zweimaliges Umtragen des Bootes erfordert. Ein Anlieger und ehemaliger Wassersportler wurde auf die Ruderer aufmerksam und unterstützte die Mannschaft dabei. Er stellte sein Auto mitsamt Anhänger zur Verfügung, sodass ein einmaliges Umtragen über ca. 800 m ausreichend war, um auf einen Seitenarm der Elbe zu gelangen. Nach einer ausgiebigen Mittagspause wurden die Ruderer bereits in Tangermünde erwartet.

Am Dienstag ging es dann von Tangermünde nach Havelberg. Dabei sollte es nicht bei der kurzen Strecke durch die Schleuse Havelberg bleiben, sondern sie ruderten weiter elbeabwärts bis zur Wehrgruppe Quitzöbel. Auch hier war ein Umtragen des Boots um eines der großen Flutwehre notwendig. Ein etwas heikler Akt durch den hohen Deich und starken Wind. Zudem zwang ein überraschender Regenschauer die Mannschaft zu einer Pause. Dadurch erreichten sie ihr Ziel - Havelberg - nach 51,5 km an diesem Tag erst in der Dämmerung.

Am letzten Tag hatten die Ruderer eine der anstrengendsten Strecken - 44 km havelaufwärts - bis Rathenow vor sich. Da die Schleuse Rathenow nur bis 17 Uhr in Betrieb ist, unterlagen die Ruderer einem engen Zeitplan, der trotz der Fahrt ohne Gepäck nicht einzuhalten war. Mit Besatzungswechsel in Grütz und ausreichend Pausen erreichten die Ruderer gegen 18 Uhr das Bootshaus am Mühlendamm. Sie wurden bereits von vielen anderen Vereinsmitgliedern erwartet, die aufgrund des wechselhaften Wetters an Land geblieben sind. Die Fahrt fand anschließend bei einem gemeinsamen Abendessen im Bootshaus ihren Ausklang.

Insgesamt hat die Vierer-Mannschaft 186 km in fünf Tagen zurückgelegt. Die sehr gute Unterstützung durch Klaus Sommerfeld, Peter und Sigrid Kude sowie die gesamte Ruderriege machte diese Fahrt erst möglich. Dafür möchten sich die Ruderer auf diesem Weg nochmals bedanken. Eine weitere Tour im nächsten Jahr ist auch bereits angedacht.